Das Erdbeben in Chili Zusammenfassung – Inhaltsangabe



In der Novelle das Erdbeben in Chili wird von Heinrich von Kleist das große Erdbeben von 1647 im heutigen Chile in der Hauptstadt Santiago geschildert. Bei diesem Erdbeben kamen viele Tausende von Einwohner um. Neben der Katastrophe für die Bevölkerung wird von Kleist auch die Leidensgeschichte der Hauptpersonen Jeronimo und Josephe erzählt. Nachfolgend werde ich den Inhalt mit entsprechenden Textbeispielen zusammenfassen. Weiterhin findet ihr bei uns eine Michael Kohlhaas Inhaltsangabe sowie die Biographie von Heinrich von Kleist:

Der Hauslehrer Jeronimo verliebt sich in seine Schülerin Josephe. Diese erwidert seine Liebe und beide befinden sich in einem „zärtlichen Einverständnis“ (Seite 49, Z. 12). Die Warnungen des Vaters beachten die Beiden nicht und Jeronimo wird daraufhin entlassen und die Tochter in ein Kloster gesteckt. Obwohl Jeronimo ohne Beschäftigung und Einkommen ist, bricht er den Kontakt zu Josephe nicht ab und es kommt im Klostergarten zur körperlichen Vereinigung, die Kleist mit „vollen Glückes“ (Seite 49, Z. 22) umschreibt. Das hierbei gezeugte Kind wird am Fronleichnahmsfest geboren. Josephe wird ins Gefängnis eingeliefert und ihr trotz „sonst untadelhaften Betragens“ (Seite 50, Z. 2) auf Befehl des Erzbischofs der Prozeß gemacht und durch den Machtspruch des Vizekönigs  wird sie zum Tode durch enthaupten verurteilt. Auch Jeronimo wird ins Gefängnis gesteckt und die Nachricht über das Todesurteil für seine Geliebte läßt ihn fast „die Besinnung verlieren“ (Seite 50, Z. 16). Alle seine folgenden Fluchtversuche bleiben erfolglos. Gottesgläubig bittet er die heilige Mutter Gottes um Rettung für die zur Todesstrafe Verurteilten. In der „völligen Hoffungslosigkeit seiner Lage“ (Seite 50, Z. 26,27) beschließt er verzweifelt am Hinrichtungstag sein Leben durch Erhängen zu beenden. Hierbei wird er jedoch durch das unerwartende Erdbeben überrascht und ist „starr vor Entsetzen“ (Seite 51, Z. 1). Die Mauern des  Gefängnisses stürzen ein und er kann flüchten. Er läuft durch die zerstörte Stadt und überall begegnet ihm Zerstörung und Tod. Außerhalb der Stadt hält er an und bricht ohnmächtig aufgrund des Leides und der Anstrengung zusammen. Als er wieder erwacht, fühlt er sich zufrieden und dankt „Gott für seine wunderbare Errettung“ (Seite 52, Z. 11,12). Erst danach fällt ihm wieder Josephe ein und er geht zurück in die Stadt um sie zu suchen. Dort frägt er die Leute, ob die Hinrichtung vollzogen wurde. Nachdem er die Antwort erhält, dass dies der Fall sei „überließ (er) sich seinem vollen Schmerz“ (vgl. Seite 52, Z. 35) und begreift nicht warum gerade er gerettet wurde. Er wünscht, „dass die zerstörende Gewalt der Natur“ (Seite 52, Z. 36) von neuem über ihn einbrechen möchte. Da dies aber nicht geschieht, setzt er seine Suche fort und findet außerhalb der Stadt in einem lieblichen Tal Josephe und ihr Kind an einer Quelle. Selig umarmen sich die Liebenden und danken Maria für das Wunder der Errettung.

Josepha erzählt Jeronimo, dass auch ihr unverschrocken durch den Einsturz der Gebäude die Flucht gelingt und sie danach zum Kloster geht, wo ihr Knabe ist und dort rettet sie „durch den Dampf“ (Seite 54, Z. 2,3) das eigene Kind aus dem zusammenfallenden Gebäude. Mit diesem läuft sie dann zum Gefängnis, doch auch dieses ist zerstört und Jeronimo nicht zu finden. So hetzt sie weiter durch die Stadt. Dort sieht sie die Leiche des Erzbischofs und, dass der Palast des Vizekönigs und das Gerichtsgebäude in Flammen steht. Sie geht weiter bis sie in das Tal außerhalb der Stadt kommt und dort nun wieder mit ihrem Geliebten zusammentrifft.

Die Beiden fühlen sich an diesem Orte „als ob es das Tal von Eden…“ (Seite 55, Z. 8 ) wäre. „Wieviel Elend mußte über die Welt kommen“ (vgl. Seite 55,  Z. 35, 36) damit sie endlich glücklich werden. Unter vielen Küssen schlafen sie ein. Am nächsten Morgen tritt ein junger Mann, Don Fernando, mit einem Kleinkind zu ihnen und bittet, ob Josephe dem Kind nicht kurz die Brust geben kann, da die Mutter schwer verletzt ist. Josephe erfüllt den Wunsch und als Gegenleistung werden sie von der Familie des jungen Mannes zum Frühstück eingeladen. Von allen werden sie „mit so vieler Vertraulichkeit und Güte behandelt“ (Seite 56, Z. 4), dass sie nicht mehr wissen, ob sie von der schrecklichen Vergangenheit nur geträumt haben. Es wird von den schlimmen Zuständen in der Stadt erzählt und, dass durch das große Unglück die Standesunterschiede verschwunden sind, da alle das Gleiche durchgemacht haben. Jeronimo und Josephe entschließen sich beim Vizekönig um ihr Leben zu bitten.

Als sich die Nachricht verbreitet, dass in der einzig erhaltenen Kirche eine Dankmesse gefeiert werden soll, entschließen sich auch Josephe und Jeronimo daran teilzunehmen. In der Kirche predigt der Älteste der Chorherren und sieht das Erdbeben als Strafe Gottes für „das Sittenverderbnis der Stadt“ (Seite 62, Z. 4,5). Auch erwähnt er den Frevel, der im Klostergarten stattgefunden hat. Weiterhin übergibt er die Seelen der Täter „allen Fürsten der Hölle“ (Seite 62, Z. 16). Die Kirchenbesucher erkennen die Schuldigen und fordern Strafe für die Täter. Hierbei kommt es zu einem Tumult und Don Fernando wird mit Jeronimo verwechselt und sein Tod wird gefordert. Daraufhin gibt sich Jeronimo mutig zu erkennen. Es gelingt ihm und Josephe sowie der Familie von Don Fernando die Kirche mit den Kindern wieder zu verlassen. Doch davor wartet bereits der Mopp und Jeronimo wird von seinem eigenen Vater mit einer Keule erschlagen. Auch die Schwägerin von Don Fernando, Donna Constanze, wird ein Opfer der Masse. Josephe stürzt sich mit den Worten: „hier mordet mich, ihr blutrünstigen Tiger!“ (Seite 64, Z. 37 und Seite 65, Z. 1) in die Menge. Don Ferando verteidigt sich mit einem Schwert und tötet sieben Angreifer. Doch es gelingt dem Anführer, Meister Pedrillo, den kleinen Sohn von Don Fernando an sich zu reißen und ihn „an eines Kirchpfeilers Ecke“ (Seite 17, Z. 15) zu schmettern. Daraufhin ziehen sich alle zurück und entfernen sich. Die Leichen werden fortgeschafft und Don Fernando und seine Frau Donna Elvira nehmen, da ihr Sohn getötet wurde, den Sohn von Josephe und Jeronimo als Pflegesohn an.

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